ANTARES PREDATOR
„Twilight Of The Apocalypse“

(Battlegod) 6/10
Eine dermaßen hyperpräzise gezockte und trotzdem gleichermaßen steril bis monoton klingende Black Death Metal-Scheiblette wie „Twilight Of The Apocalypse“ hat meinen geplagten Gehörapparat selten traktiert – hier stehen sich also großes instrumentelles Können und ziemlich variantenloses Songwriting sehr krass gegenüber. Der ebenso ungestüme wie zuweilen stark progressiv angehauchte Gewaltsound der Band ist Blackend Death Thrash Metal, und eine Einsernote mit Stern in Sachen Innovation kann dafür trotz aller Bemühungen des Dreiers beileibe nicht vergeben werden. Auch gesanglich gibt es leider nur mittelmäßige beziehungsweise recht emotionslose Leistungen auf diesem Debütalbum zu hören – Vokalist Steffan Schulze agiert mit seinen überwiegend kehlig gepressten Growls ärgerlich eintönig, von diversen fiesen Kehlenausbrüchen in typischer Schwarzmetallmanier mal ganz abgesehen. Ihre besten Momente haben Antares Predator auf „Twilight Of The Apocalypse“ immer genau dann, wenn es kunstvoll gegriffene Gitarrenmelodien zu hören gibt, wie dies im vierten Track „As Dragons Roam The Sky“ der Fall ist. Mit dabei sind hier Musiker von Keep Of Kalessin, Belphegor, Scariot und Harm – und ganz besonders sticht dabei das wirklich blitzsauber gehämmerte Drumming hervor, welches die Energie von zehn verdammt wütenden Elefantenrudeln hat.

 

© Markus Eck

(03.02.2010)