ARS
MACABRA
„Hate Induced Trance“
(Sinister Sound) 6/10
In Rom sind vier Black Metal-Enthusiasten zuhause, die sich schwärzestem
Geprügel verschrieben haben: Bestiensänger Herebus, Gitarrist Sathor,
Bassist Nero Baratro und Drummer Sargon. Zusammen spielten beziehungsweise kloppten
sie im Jahr 2007 das vorliegende Album „Hate Induced Trance“ ein, eine oberkrude
Knüppelorgie der gehässigsten Ausformung. Die Scheibe enthält
teils erschreckend hyperschnellen und abartig kompromisslosen Black Metal der
Marke Marduk. Querverweise an alte Setherial und Sammath sind ebenfalls zu hören.
Und das bringt hier endlos kalt klingendes Eissturm-Riffing in Blizzard-Rigidität
mit sich, welchem glatt Schockfrostwirkung zugeschrieben werden kann. Doch auch
sonst gehen Ars Macabra jederzeit hochintensiv vor, selbst in den wenigen vereinzelten
gemäßigten Passagen auf dem Album dringt die grenzenlos Verbissenheit
des rebellischen Quartetts durch. Hin und wieder arbeitet der aufgebrachte Vierertrupp
mit atmosphärischem Kolorit in Form von Keyboardteppichen, doch größtenteils
geht es hochaggressiv und hyperdynamisch auf „Hate Induced Trance“ her. Auch
ausgefeilte Spieltechniken mit zuweilen recht interessant klingenden Lead-Gitarren
werden auf der Platte geboten. Trotz aller aufgebrachten Mühe hört
sich das Ganze jedoch ziemlich monoton an. Melodien werden eben sehr dezent
verwendet, die Band legt eindeutig großen Wert auf größtmögliche
Brutalität und Vehemenz.
© Markus Eck
(22.02.2010)