KRUGER
„For Death, Glory, And The End Of The World“

(Listenable) 6/10
Ihr kruder Mix aus knallhartem Sludge Metal, schmissigem Death’n’Roll und Post Hardcore-Ingredienzien bricht sich auch auf dem neuen und vierten Werk ungestüm Bahn – und die schweißtreibend abrockenden Schweizer impften dem aktuellen Nachfolger des 2007er Ohrknochenbrechers „Redemption Through Looseness“ eine gehörige Dosis desolate Düsternis ein. Als inspirative Paten hört man eindeutig einschlägig bekannte Acts wie beispielsweise Mastodon, Tool, Entombed, Breach und auch Neurosis aus „For Death, Glory, And The End Of The World“ raus. Abgefahren schräge klingende Gitarrenarbeit und mordsfiese Vokalattacken sorgen auf der enorm ereignisreichen Derbscheibe für heftig aufreibende Sinneswallungen, was jedoch zum Großteil an den vielen sperrigen und zuweilen sogar auch nervenden Hörmomenten liegt. Vieles hört sich auch ziemlich gleich an. Kruger machen ihre rabiate Sache hier eben ohne Kompromisse. Das Augenmerk der Band liegt ganz klar auf vertonten Aggressionen. Mehr Wut, Zorn und Rage hat man im Zuge dessen auf Veröffentlichungen aus diesem stilistischen Bereich auch wirklich selten vernommen. Dennoch achten die fünf groben Eidgenossen glücklicherweise auch darauf, dass atmosphärische Zwischenspiele bei aller Intensität nicht zu kurz kommen, was auch diverse negativ stimmende Verzweiflungsmelodien beinhaltet.

 

© Markus Eck

(03.02.2010)